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Wie viel Platz braucht Heu? Lagerfläche richtig berechnen

Eine Tonne Heu braucht sechs bis neun Kubikmeter. Wie sich Fläche, Stapelhöhe und Ballenform zum Jahresvorrat rechnen.

Lagerung & Technik Veröffentlicht am 10.02.2026

Rundballen Heu, mehrlagig in einer trockenen Halle gestapelt.

Die Frage kommt fast immer zu spät — nämlich dann, wenn der Lkw schon in der Einfahrt steht. Sie lässt sich vorher beantworten, und zwar ziemlich genau.

Kubikmeter je Tonne

Heu hat je nach Pressdichte und Ballenform eine Lagerdichte von 110 bis 170 kg je Kubikmeter. Umgerechnet:

Ballenformtypische DichteVolumen je Tonne
Rundballen, weich gepresstca. 110 kg/m³ca. 9,0 m³
Rundballen, hart gepresstca. 140 kg/m³ca. 7,1 m³
Quaderballen (HD)ca. 160 kg/m³ca. 6,3 m³
Kleinballenca. 130 kg/m³ca. 7,7 m³

Quaderballen sind die platzsparendste Form, weil sie ohne Zwischenräume stapeln. Rundballen verlieren durch die Rundung rund ein Fünftel des Bruttovolumens — das ist der Hauptgrund, warum sie bei knappem Lager die schlechtere Wahl sind, obwohl sie oft günstiger je Kilogramm sind.

Die Rechnung für Ihren Jahresbedarf

Ein 600-kg-Pferd frisst bei 2 Prozent Körpergewicht rund 12 kg Heu am Tag, also etwa 4,4 Tonnen im Jahr. Wer nur die Winterfütterung einlagert — sagen wir 200 Tage — braucht rund 2,4 Tonnen.

Für drei Pferde über den Winter sind das 7,2 Tonnen. Als Quaderballen: 7,2 × 6,3 ≈ 45 Kubikmeter. Bei 3 Metern Stapelhöhe entspricht das 15 Quadratmetern Stellfläche — plus Gasse.

Die Ballenzahl liefert dieselbe Rechnung von der anderen Seite: 7,2 Tonnen sind 15 Quaderballen à 480 kg oder 24 Rundballen à 300 kg. Die Gewichte je Ballenform stehen im Detail an anderer Stelle.

Stapelhöhe und Traglast

Zwei Grenzen sind zu beachten, und beide werden regelmäßig übersehen.

Traglast der Decke oder des Zwischenbodens. Ein Kubikmeter Heu wiegt bis zu 170 kg. Drei Meter Stapelhöhe erzeugen eine Flächenlast von rund 500 kg/m². Alte Heuböden sind oft für 250 bis 350 kg/m² ausgelegt. Im Zweifel nachrechnen lassen, bevor gestapelt wird.

Standsicherheit. Rundballen stehend stapeln, nicht liegend rollen lassen; Quaderballen im Verband setzen, also lagenweise um 90 Grad gedreht. Ab drei Lagen gehört der Stapel gegen Wandkontakt gesichert, damit er nicht auseinanderdrückt.

Was Sie zusätzlich einplanen müssen

  • Wandabstand: mindestens 20 cm, sonst zieht Kondenswasser in die Randballen.
  • Bodenabstand: 10 bis 15 cm auf Paletten oder Kanthölzern. Beton zieht Feuchtigkeit von unten.
  • Gasse: 1,0 bis 1,2 m, damit Ballen entnommen werden können, ohne den ganzen Stapel abzuräumen.
  • Reserve für die Schwitzphase: frisch gepresste Ware braucht sechs Wochen lockerer Lagerung, bevor sie dicht gesetzt werden darf.

In der Praxis heißt das: rechnen Sie zum reinen Ballenvolumen etwa 30 Prozent Zuschlag.

Wenn der Platz nicht reicht

Drei Wege, in dieser Reihenfolge sinnvoll:

  1. Auf Quaderballen umstellen. Spart gegenüber Rundballen rund 20 Prozent Volumen bei gleicher Futtermenge.
  2. In zwei Tranchen kaufen. Halbe Menge im Sommer zum günstigeren Preis, den Rest im Spätherbst. Kostet etwas mehr als die Komplettabnahme, aber weniger als ein Schaden durch schlechte Lagerung.
  3. Heucobs für einen Teil der Ration. 500 kg im Big Bag brauchen unter einem Kubikmeter.

Was welche Menge kostet — inklusive Fracht bis zu Ihrer Postleitzahl — rechnet der Versandrechner durch; dort können Sie die Menge auch direkt in Kilogramm eingeben.

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