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Wissen · Gesundheit

Heu bei Krankheit und im Alter

Bei Stoffwechsel-, Atemwegs- und Zahnproblemen entscheidet das Raufutter über den Verlauf — meistens stärker als jedes Ergänzungsfutter.

Drei Krankheitsbilder machen fast die gesamte fütterungsbedingte Praxis aus. Beim Stoffwechsel — EMS, Cushing, Hufrehe — geht es um wasserlösliche Kohlenhydrate: unter zehn Prozent in der Trockenmasse ist die verbreitete Zielmarke, und sie ist einem Ballen nicht anzusehen. Bei den Atemwegen geht es um Partikel unter fünf Mikrometern, also um Staub und Schimmelsporen. Und im Alter geht es um Zerkleinerung, wenn die Backenzähne ihre Mahlfläche verloren haben.

Die Werkzeuge dagegen überschneiden sich weniger, als oft angenommen wird. Wässern senkt den Zuckergehalt und erhöht zugleich die Keimzahl. Bedampfen tötet Sporen ab und lässt den Zucker vollständig im Heu. Wer wegen Hufrehe bedampft oder wegen Asthma nur wässert, hat das jeweils falsche Verfahren gewählt — die Artikel hier gehen die Unterschiede im Einzelnen durch.

Der wirksamste Hebel liegt aber vor der Behandlung: bei der Ware selbst. Ein spät geschnittenes Heu vom mageren Standort mit geprüftem Zuckerwert und niedriger Staubstufe erspart bei den meisten Pferden beide Prozeduren. Deshalb steht zu jeder unserer Chargen ein Laborwert im Halmpass — bei einem kranken Tier ist das keine Zusatzinformation, sondern die Entscheidungsgrundlage.

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