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Wissen · Qualität & Analyse

Heuqualität beurteilen

Sieben Prüfungen können Sie am Ballen selbst machen. Drei Fragen beantwortet nur das Labor — und es sind die, an denen bei einem kranken Tier etwas hängt.

Geruch, Griff, Struktur, Staub, Fremdbesatz und der Blick in den Kern lassen sich in dreißig Sekunden prüfen und schließen die meisten schlechten Partien aus. Die Farbe gehört ausdrücklich nicht in diese Liste: Grün bedeutet zügig getrocknet und wenig Sonnenbleiche, nicht nährstoffreich und schon gar nicht zuckerarm. Ein hellgrünes, spät geschnittenes Heu ist für ein stoffwechselkrankes Pferd regelmäßig die bessere Wahl als ein sattgrüner früher Schnitt.

Was das Auge nicht leistet, ist die Zusammensetzung. Zwischen sechs und zwanzig Prozent wasserlöslicher Kohlenhydrate ist bei optisch identischem Heu alles möglich, und dieselbe Spannweite gilt für Rohfaser und Energie. Wer nach Aussehen kauft, kauft die Verpackung des Futterwerts, nicht den Futterwert. Eine Analyse kostet einen niedrigen zweistelligen Betrag und beendet das Raten.

Damit eine Analyse etwas wert ist, muss sie zwei Bedingungen erfüllen: Sie muss aus einer repräsentativen Sammelprobe stammen — zehn bis zwanzig Einstiche über die Partie, nicht eine Handvoll aus einem Ballen — und sie muss einer benannten Charge zugeordnet sein. Eine Analyse ohne Chargenbezug gilt für nichts Bestimmtes. Bei uns trägt jede Charge ihre Nummer, ihre Werte und ihr Erntedatum im Halmpass.

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