Heu lagern
Heu verdirbt nicht mit der Zeit, sondern durch Feuchtigkeit. Die kommt entweder aus dem Heu selbst oder aus dem Lager.
Sicher lagerfähig ist Heu unter fünfzehn Prozent Restfeuchte. Darüber arbeitet es nach: Bakterien und Pilze erzeugen Wärme, die Wärme beschleunigt den Prozess, und im Extremfall steht am Ende die Selbstentzündung. Frisch gepresste Ware schwitzt vier bis sechs Wochen nach und muss in dieser Zeit locker und unabgedeckt liegen — der häufigste Lagerschaden entsteht dadurch, dass zu früh dicht gestapelt wird.
In der Dauerlagerung entscheiden vier Größen: Bodenabstand, weil Beton Feuchtigkeit von unten nachliefert; Wandabstand, weil sich an Außenwänden Kondenswasser bildet; Dunkelheit, weil Sonnenlicht Carotin und Vitamine abbaut; und Luftaustausch, ohne dass Regen oder Nebel hineinziehen. Ein offener Schuppen mit Dach ist besser als eine dichte, ungelüftete Garage.
Die Frage, die vor allem anderen kommt, ist die nach dem Platz. Eine Tonne Heu braucht je nach Ballenform sechs bis neun Kubikmeter, und darauf kommen rund dreißig Prozent für Gasse, Wand- und Bodenabstand. Wer den Jahresbedarf einlagern will, sollte auch die Traglast prüfen: drei Meter Stapelhöhe erzeugen eine Flächenlast, mit der viele alte Heuböden nicht gerechnet haben.
3 Artikel in diesem Thema
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