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Wissen · Preise & Markt

Heupreise und Marktwerte

Heupreise schwanken stärker als fast jedes andere Futtermittel — und sie lassen sich nur über den Kilopreis vergleichen.

Der Heumarkt ist ein Wettermarkt. Ein nasser Juni in Norddeutschland hebt die Preise bundesweit, weil Ware aus anderen Regionen zugekauft wird und die Fracht mitwandert. Umgekehrt drückt ein trockener, ertragreicher Sommer die Preise binnen weniger Wochen. Wer im Frühjahr für die ganze Saison einkauft, zahlt fast immer weniger als wer im Februar nachkaufen muss.

Der zweite Preistreiber ist die Qualität, und zwar in einer Richtung, die viele überrascht: laborgeprüft zuckerarmes Heu kostet mehr als gutes Standardheu, weil es einen späteren Schnitt auf magerem Standort voraussetzt und damit weniger Ertrag pro Hektar bedeutet. Der Aufpreis ist die Fläche, nicht die Verpackung.

Vergleichbar werden Angebote erst über den Grundpreis je Kilogramm. Ein Rundballen für 65 Euro kann teurer oder billiger sein als einer für 80 Euro — das entscheidet allein das Gewicht. Aus demselben Grund lohnt bei größeren Mengen die Frage, ob nach Stück oder nach verwogenem Gewicht abgerechnet wird.

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