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Wissen · Fütterung & Bedarf

Raufutter richtig füttern

Wie viel, wie oft und woraus — die Fragen, die über Gesundheit und Futterkosten mehr entscheiden als die Wahl der Sorte.

Heu ist bei den meisten Pferden 80 bis 100 Prozent der Ration. Damit entscheidet nicht das Kraftfutter über Gewicht, Verdauung und Magengesundheit, sondern die Menge Raufutter und ihre Verteilung über den Tag. Ein Pferd, das zwölf Stunden ohne Futter steht, produziert trotzdem Magensäure — Fresspausen über vier Stunden gelten als der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Magengeschwüre.

Die Grundregel lautet 1,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts an Trockenmasse täglich, bei Erhaltungsbedarf eher am unteren Rand. Das sind für ein 600-kg-Pferd neun bis zwölf Kilogramm Heu. Die Zahl ist ein Ausgangspunkt, kein Rezept: Rasse, Alter, Arbeit, Haltungsform und die Energiedichte des Heus selbst verschieben sie in beide Richtungen.

Praktisch wird es bei der Verteilung. Drei Portionen sind besser als zwei, vier besser als drei, und wer nachts eine zusätzliche Vorlage schafft, verkürzt die längste Pause des Tages. Netze, Raufen und langsame Vorlagen helfen dabei — bringen aber eigene Risiken mit, von der Maschenweite bis zur Höhe der Fressöffnung. Die Artikel hier gehen beides durch: die Rechnung und die Technik dahinter.

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