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Wissen · Gewicht & Gebinde

Gewicht, Maße und Gebinde

Ein Ballen ist keine Maßeinheit. Was er wiegt, hängt an Format, Pressdichte und Restfeuchte — und genau daran hängt auch, was er kostet.

Die häufigste Fehlerquelle beim Heukauf ist der Vergleich zweier Angebote pro Ballen statt pro Kilogramm. Zwei Rundballen mit demselben Durchmesser können sich um mehr als hundert Kilogramm unterscheiden, wenn der eine locker und der andere hart gepresst ist. Ein Preis pro Ballen sagt deshalb ohne Gewichtsangabe fast nichts aus.

Dazu kommt die Restfeuchte. Heu mit 12 Prozent und Heu mit 18 Prozent Feuchte unterscheiden sich im Gewicht um sechs Prozent, ohne dass ein Gramm mehr Futter im Ballen wäre — bei einer Tonne sind das sechzig Kilogramm bezahltes Wasser. Wer nach verwogenem Gewicht abrechnet, umgeht das Problem; wer pro Stück kauft, sollte zumindest wissen, in welchem Korridor sich das Format bewegt.

Die dritte Größe ist der Platz. Rundballen stapeln sich schlecht und brauchen Fläche, Quaderballen nutzen Höhe, Kleinballen lassen sich von Hand bewegen und passen durch jede Stalltür. Welches Format sinnvoll ist, entscheidet in der Praxis seltener der Kilopreis als die Frage, womit abgeladen und wo gelagert wird.

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